Nun kam die Zeit der
Entwicklung. Die Werbemaßnahmen wurden verstärkt, und das Geschäft
entwickelte sich mit der steigenden Einwohnerzahl von Höhr-Grenzhausen.
Auf dem gegenüber
liegenden „Alexanderplatz“ wurde ein Parkplatz und Haltestellen für
alle wichtigen Buslinien eingerichtet . Weitere leistungsfähige Geschäfte
gründeten sich in der Nachbarschaft und der Standort des Geschäftes
entwickelte sich zum Zentrum unserer Stadt.
Adolf und Adele
Himmerich führten nun verstärkt Modewaren und traten in eine
Genossenschaft ein, dem „Deutschen Einkaufsverband“. Hier hatten
sich viele Textilgeschäfte zusammengeschlossen, um gemeinsam
einzukaufen und dadurch günstigere Preise zu erzielen.
Ende der 60er Jahre
galt es dann, die Nachfolge zu regeln. Der Sohn Rudolf absolvierte mit
sehr gutem Ergebnis die Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann. Danach
studierte er an der „Staatl. Ing. und Fachschule für Textilwesen“
in Lambrecht. Nach seiner Bundeswehrzeit trat er ins elterlichen Geschäft
ein. Kurz darauf erkrankte der Vater und Rudolf Himmerich musste die
Geschäftsleitung übernehmen. 1975 heiratete er Edith Fuchs und leitet
mit ihr gemeinsam das Unternehmen.
Durch den Erwerb eines
Nebenhauses konnte 1975 das Geschäft nochmals erweitert werden. Die
Bekleidungsabteilungen wurden vergrößert und im ersten Stock gab es
Platz für eine Heimtextilien- und Gardinenabteilung. Die
Kinderbekleidung wurde im Sortiment ausgegliedert und erhielt ein
eigenes Geschäft in der Rathausstraße 21 – „Kindermoden
Himmerich“.
Nun passte man den
Namen dem veränderten Warensortiment an und firmierte künftig unter
„Modehaus Himmerich“. Der Einkaufsverband wurde nochmals gewechselt.
Gemeinsam mit über 1.000 Geschäften aus ganz Europa wird über die „Sütex“
eingekauft.
Die 90er Jahre stärkten
die Attraktivität von Höhr-Grenzhausen. Endlich wurde mit dem Bau der
Umgehungsstraße begonnen. Die Rheinstraße konnte nun
verkehrsberuhigender ausgebaut werden. In der Ferbachstraße schuf man
zahlreiche Parkplätze, die in wenige Minuten vom Modehaus
Himmerich erreicht werden können. Und ein weiteres, in der Presse viel
beachtetes Novum bietet die Stadt: Alle Parkplätze sind kostenlos.
Für die Zukunft des
Standortes am Alexanderplatz wurde kürzlich von der Verwaltung ein
neuer Bebauungsplan vorgestellt. Eine großzügige Gestaltung des
Platzes in eine verkehrsfreie Zone ermöglicht weitere Straßengastronomie
und eine vielseitig nutzbare Markt- und Aktionsfläche. Damit ist der
Mittelpunkt der Stadt festgeschrieben.